Detailprogramm
26. - 31. Mai 2026
Künstlergärten, Skulpturenparks und Kunstsammlungen von Saint Tropez bis Marseille
Die westliche Côte d'Azur
wurde durch das milde Klima und die üppige Vegetation seit dem 19. Jahrhundert zu einem besonderen Gartenparadies. Wohlhabende Villenbesitzer kultivierten exotische Pflanzenarten aus aller Welt, die sie von ihren Reisen mitbrachten. In diesem Jahrhundert wurden Gartenanlagen und Weingüter zum Ausstellungsort für Skulpturen oder begehbare Gesamtkunstwerke. Es entstanden außergewöhnliche Kunstgalerien unter freiem Himmel, von Landschaftsarchitekten, Malern und Bildhauern kreiert. Der Besuch von Kunstmuseen und moderne avantgardistische Architektur runden das Programm ab. Bootsfahrten bringen uns zur Insel Porquerolles und zu den Calanques bei Cassis. Unsere Reise entlang der französischen Riviera endet in der pulsierenden Hafenstadt Marseille.
Reiseleitung: Chista Lube
REISEVERLAUF
Dienstag, 26. Mai
MANDELIEU-LA -NAPOULE UND DOMAINE DE PEYRASSOL
Fluggäste: Am Morgen mit dem Linienflug von Austrian von Wien nach Nizza und Fahrt zur Fondation Hartung-Bergman. Der deutsch-französische Maler Hans Hartung war ein bedeutender Vertreter der gestisch abstrakten Kunst. Zusammen mit seiner Frau Eva Bergman entwarf er die moderne Villa inmitten eines Olivenhains sowie ihre Ateliers. Sie lebten und arbeiteten hier bis Ende der 1990-er Jahre. Selten gezeigte Werke und die kaum veränderten Werkstätten geben interessante Einblicke in ihr Schaffen.
Weiter nach Mandelieu-la-Napoule. Das direkt am Meer gelegene Schloss (Außenbesichtigung) war einst eine mittelalterliche Festung und wurde in den 1920er Jahren von einem amerikanischen Künstlerehepaar Henry und Mary Clews restauriert und neu gestaltet. Gelegenheit zu einer Mittagspause an der Strandpromenade.
Fahrt zur von Tempelrittern im 13. Jahrhundert gegründeten Commanderie de Peyrassol. Der aktuelle Besitzer belebte die alte Komturei und die Weingärten mit Skulpturen der Gegenwartskunst. Flanieren Sie durch die schönen Weinberge zwischen Werken von Arman, Dubuffet oder Niki de Saint Phalle.
Weiter nach Le Lavandou und in unser Hotel. Gemeinsames Abendessen in einem schönen Restaurant
Drei Übernachtungen in Le Lavandou
Mittwoch, 27. Mai
DIE INSEL PORQUEROLLES SOWIE NATUR UND KUNST IN DER FONDATION CARMIGNAC
Morgens Bootsfahrt vorbei an der wilden Vogelinsel Port-Cros auf die Insel Porquerolles, bekannt für die türkisblaue Farbe des Meeres, Felsküsten und eine überreiche unter Schutz stehende Fauna und Flora. Umwelt- und Bauregeln respektierend, wurden die Schauräume der Fondation Carmignac in einem ausgebauten Kellergeschoss eines provenzalischen Gutshofes errichtet. Werke der Sammlung (Botticelli, Andy Warhol oder Gerhard Richter) werden in die jährlich wechselnden Ausstellungen eingebunden. Mittagspause
Spaziergang durch den Skulpturenpark. Landschaftsarchitekt Louis Benech gestaltete mit Zistrosen, Hyères-Lavendel, Olivenbäumen, exotischen Pflanzen und seltenen Arten wie Geißklee oder wilden Orchideen „einen Ort der Natur“. Es entstand ein geschicktes Spiel von Raum und Licht. Moderne Kunstwerke schmücken den Garten, darunter ein Glaslabyrinth, in dem sich Bambusgewächse in verschiedenen Blickwinkeln spiegeln. Freie Zeit auf der Insel. Möglichkeit zu einem Spaziergang an den Strand.
Rückfahrt in unser Hotel und gemeinsames Abendessen.
Donnerstag, 28. Mai
DOMAINE DU RAYOL – DER GARTEN DES MITTELMEERS UND SAINT TROPEZ
Der Pariser Bankier Alfred-Théodore Courmes, der exotische Pflanzen aus Chile, Australien und Südafrika importierte, kreierte im Jahr 1910 den Landschaftspark Domaine du Rayol. Es entstand eine Oase mit Pflanzen wie Agaven, Eukalyptus, Heidekraut, Mimosen und Palmen. 1940 kaufte der Flugzeughersteller Henry Potez das Anwesen. Er baute eine Treppe zum Meer und ließ 400 weitere Pflanzenarten anpflanzen. Die Pflanzen sind nach Kontinenten und Ländern geordnet. Die Spanne reicht von subtropischen Pflanzen bis zu einem chinesischen Bambuswald. Heute gehören der botanische Garten und das Arboretum zu einem großen Naturschutzgebiet.
Fahrt nach Saint Tropez und Gelegenheit zu einer Mittagspause. Seit der Jahrhundertwende ließen sich hier Künstler nieder: wichtige Vertreter des Pointillismus, wie Paul Signac oder des französischen Expressionismus, wie der Fauve Henri Matisse. Ihre Schenkungen bereicherten das Musée de l’Annonciade, das heute bedeutende Werke der modernen Kunst präsentiert. Das malerische Fischerdorf avancierte in den 50er Jahre zu einem Treffpunkt von prominenten Stars und der High-Society. Das Ambiente am Hafen mit seinen beeindruckenden Jachten und eleganten Boutiquen zeugt auch heute davon.
Freitag, 29. Mai
KÜNSTLERGARTEN D’ORVES UND CALANQUES IN CASSIS
Der Garten der Domaine d’Orvès mit Wasserbecken, Brunnen und alten Olivenbäumen ist auf Terrassen angelegt. Wir wandeln auf den Spuren des Besitzers, der Maler Pierre Deval (1897-1993), und besichtigen sein Atelier. Genannt „Meister von Orvès“ war er ein Landschafts- und Portraitmaler, der das typische helle klare Licht von Südfrankreich vor der Kulisse seines Anwesens einfing.
Zur Mittagszeit erreichen wir Sanary-sur-Mer, die "Hauptstadt der deutschen Literatur", wo Thomas Mann und Familie, Lion und Martha Feuchtwanger, Franz Werfel oder Stefan Zweig im Exil lebten. Das ehemalige Fischerdorf zog bereits vor ihnen Kunstschaffende an. So verfasste Aldous Huxley hier 1930 sein Werk „Brave new world“.
Fahrt nach Cassis, einem alten Fischerort mit zahlreichen Straßencafés und einer mittelalterlichen Burg. Die berühmten Calanques von Cassis sind enge Meeresarme. Sie führen fjordartig in hohe Kalksteilwände, die schroff ins Meer fallen. Auf einem Bootsausflug entdecken wir diese Naturlandschaften eingebettet in türkisblaues Meer. Gelegenheit zu einem Bummel in dem reizvollen Urlaubsort.
Über die schöne Küstenstraße erreichen wir unser Hotel in Marseille. Gemeinsames Abendessen in einem schönen Restaurant.
Zwei Übernachtungen in Marseille
Samstag, 30. Mai
GESCHICHTSTRÄCHTIGES MARSEILLE UND LE CORBUSIER
Marseille gilt als die älteste Stadt Frankreichs und ist zugleich die wichtigste Hafenstadt des Landes. Rundgang im „Jardin des Vestiges“ mit den Ausgrabungen der Hafenanlage „Massalia“. Griechische Händler waren die ersten Siedler und auch in römisch-gallischer Zeit war der Ort ein wichtiger Hafen. Besuch der Abtei Saint Victor, die bis auf das 5. Jahrhundert zurückgeht und Symbol des frühen Christentums in Europa ist.
Nach der Verlagerung der Wirtschaft auf dem neuen Europort liegt der Alte Hafen heute idyllisch im Herzen von Marseille.
Gemeinsames Mittagessen in einem schönen Restaurant.
Am Nachmittag Besichtigung der Cité Radieuse. Stadt in der Stadt oder Wohnmaschine? Der schweizerisch-französische Architekt Le Corbusier entwickelte in der Nachkriegszeit das vertikale Bauen als „bewohnbare Einheit“. 1952 kam es in Marseille zur ersten Umsetzung seiner These. Über 300 Wohnungen mit allen Einrichtungen des täglichen Lebens: Geschäfte, Büros, Restaurants, ein Hotel, eine Schule, eine Dachterrasse mit Spielplatz und Schwimmbecken mit Panoramablick. Die Flure der Etagen bilden die „Straßen“. Hier entstand der Begriff des Brutalismus, da er den verwendeten Sichtbeton erstmals als „béton brut“ (roher Beton) bezeichnete.
Sonntag, 31. Mai
MUCEM, DAS NEUE WAHRZEICHEN VON MARSEILLE UND KUNST AUF EINEM WEINGUT
Mit der Ernennung zur Europäischen Kulturhauptstadt im Jahr 2013 entstanden in Marseille außergewöhnliche zeitgenössische Architekturprojekte. Am Eingang des Hafens steht das MuCem, Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (Architekt: Rudy Ricciotti). Es ist der markanteste Neubau von Marseille. Das Ausstellungsgebäude gliedert sich mit seinen Massen perfekt in die alte Hafenanlage ein. Von der Dachterrasse führt eine lange Brücke zum gegenüberliegenden Fort Saint-Jean auf der anderen Hafenseite. Der kubische Kern wird von einem dunklen Gitternetz aus Spezialbeton verborgen, das an Arabesken aus dem Orient erinnert. Das Spiegeldach von Norman Foster wurde zu einem weiteren Wahrzeichen der Stadt. Diese Projekte waren Teil des Stadterneuerungsprojekts “Euroméditerranée”, das ehemalige Hafengebiete umwidmet, um neue Kultur-, Geschäfts- und Wohnräume zu schaffen.
Fahrt nach Aix-en-Provence, dessen Flair einzigartig ist. Zahlreiche Adelspaläste in noblem französischem Barock, von Platanen beschattete Plätze, plätschernde Brunnen, die Flanierstraße Cours Mirabeau schmücken die Stadt. Mittagspause
Weiter zum Château La Coste mit einem Spaziergang durch Weinberge inmitten der Hügel und Olivenhaine mit Skulpturen berühmter Künstler wie Louise Bourgeois oder Alexander Calder. Neben Arbeiten im Freien gibt es Pavillons, die nach ihren Architekten benannt sind: Frank O. Gehry, Renzo Piano oder Oscar Niemeyer. Der Weinkeller ist ein Entwurf von Jean Nouvel.
Kurze Fahrt zum Flughafen von Marseille und Rückflug nach Wien.
Fluggäste: Transfer zum nahen Flughafen von Marseille und Rückflug abends (ca. 20 Uhr) direkt nach Wien oder zu Ihrem Abflugort.
UNSERE HOTELS
LE LAVANDOU: ***+ LA CALANQUE
Das Hotel Baptistin liegt von einem kleinen Garten umgeben direkt hinter dem Hafen des netten Orets Le Lavandou. Der Ort verzaubert mit seinen kleinen Gassen und provenzalischem Flair. Die Lobby oder die Hotelbar laden zum verweilen ein.
Alle unsere Zimmer haben Blick auf den Hafen und das Meer sind sind sehr bequem ausgestattet. Alle haben Klimaanlage, Sat-TV, Minibar etc.
Ein wunderschöner Start in unsere Reise mit dem Flair der Côte d'azur und der Provence.
Fotos unter: https://aubergedelacalanque.fr
MARSEILLE:
***+ AMISTA
Das Hotel wurde nach grundlegendem Umbau durch die Innenarchitektin Dorothée Delayn im Jahr 2025 eröffnet. Es ist bewußt kein “Design-Hotel”, sondern in angenehmen Farben und mit schönen Dekorationen ausgestattet. Der Alte Hafen ist wenige Gehminuten entfernt.
Alle Zimme sind bequem und mit freuendlichen Farben und Dekors ausgestattet, alle haben Klimaanlage, Sat-TV, Kaffee- und Teezubehör etc.
Ein idealer Ausgangspunkt, um Marseille zu entdecken.
Fotos unter: https://hotel-amista-marseille.fr
REISEINFORMATIONEN
IM REISEPREIS ENTHALTEN
- Linienflug mit Austrian von Wien nach Nizza und von Marseille zurück, Flughafengebühren und Steuern
- Transfers und Ausflüge laut Programm in bequemem Reisebus mit Klimaanlage
- Bootsfahrt lt. Programm
- 5 Übernachtungen in ausgewählten Hotels der 4*- bzw. 3*+- Kategorie
- Doppelzimmer mit Bad / Dusche und WC
- 5 Abend- oder Mittagessen (ohne Getränke) in ausgewählten Restaurants oder im Restaiurant des Hotels; Frühstücksbuffet
- qualifizierte Reiseleitung und Führungen
- Eintrittsgelder (im Wert von ca. € 145,-)
REISEPREIS
Flugreise . . . . . € 2.280;-
Preis gilt ab Wien
Abflüge von anderen Orten (zu gleichem Preis oder mit geringem Zuschlag) jederzeit auf Anfrage möglich
ohne Anreise . . . . . € 1.920,-
Leistungen wie oben, jedoch ohne Flug und Transfers
Zuschlag Doppelzimmer zur Alleinbenutzung . . . . . € 320,-
Stornoschutz und Reiseversicherung
"Komplett-Schutz" der Europäischen Reiseversicherung
- bei Reisepreis bis € 2.000,- pro Person . . . . . € 137,-
- bei Reisepreis bis € 2.200,- pro Person . . . . . € 151,-
- bei Reisepreis bis € 2.600,- pro Person . . . . . € 173,-
Jahres-Komplett-Schutz Einzelperson (Stornoschutz bis 3.500,- pro Reise) . . . . . € 299,-
Jahres-Komplett-Schutz Familie / Lebenspartner
Stornoschutz bis 3.500,- pro Reise . . . . . € 357,-
Stornoschutz bis 5.000,- pro Reise . . . . . € 452,-
TEILNEHMERZAHL
max. 15 Personen
REISELEITUNG
Mag. Christa Lube (Kunstgeschichte, Geschichte)
