Detailprogramm

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7. - 13. Mai 2026

Lille und die Hauts de France


Über die hügeligen Flusslandschaften der Picardie
führt unsere Reise in den Wald von Compiègne, in die Hauptstadt Amiens und an die Mündung der Somme. Entlang des Ärmelkanals geht es weiter entlang der französischen Nordseeküste mit breiten Sandstränden, steilen Klippen, wilden Dünen, der salzigen Meeresluft und dem opalblauen Meer. Im Küstenhinterland durchqueren zahlreiche Kanäle die Ebenen und Sümpfe.
Zu Französisch-Flandern, das einst Teil der Grafschaft Flandern war, gehören die bedeutenden historischen Städte Arras und Lille.
Interessante Museumsprojekte wie der Louvre-Lens oder das Matisse Museum und besondere Bauten des Art Déco runden unsere Besichtigungen ab.
Die regionale Küche und die Herzlichkeit der Menschen machen den Norden Frankreichs besonders sympathisch.

Reiseleitung: Christa Lube



REISEVERLAUF

Donnerstag, 7. Mai
KÖNIGLICH-KAISERLICHES SCHLOSS IN COMPIEGNE
Fluggäste: Mit dem Linienflug von Air France gegen Mittag von Wien nach Paris (Flughafen CDG, Landung 14.20 Uhr). 
Fahrt nach Amiens und in unser Hotel im Herzen der Stadt.
Am Nachmittag Spaziergang durch die Altstadt und das ehemalige Gerber- und Weberviertel Saint-Leu.
Gemeinsames Abendessen in einem schönen Restaurant.
(Tagesfahrtstrecke: 140 km)
Eine Übernachtung in Amiens

Freitag, 8. Mai
VON AMIENS, HAUPTSTADT DER PICARDIE, ÜBER DIE BUCHT DER SOMME NACH LE TOUQUET
Amiens erlangte im Mittelalter dank intelligenter Gartenanlagen, des blauen Färberwaides und einer Textilproduktion Reichtum und Bedeutung. Aus dieser Zeit stammt die größte Kathedrale Frankreichs, die mit Reims und Chartres zu den drei „klassischen Vertreterinnen“ des gotischen Stils zählt. Das kostbare Kopfreliquiar von Johannes dem Täufer machte die Kirche zu einem Wallfahrtsort. Doch ist die Stadt auch für den Heiligen Martin bekannt, der vor den Stadtmauern seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte.
Bootsfahrt in den schwimmenden Gärten von Amiens, den „Hortillonnages “, einer von Kanälen durchzogenen Gartenlandschaft. Die mehr als 60 Kilometer langen Wasserwege in der Stadt werden alle vom Fluss Somme gespeist. 
Fahrt nach Saint-Valery-sur-Somme und Zeit für eine schöne Mittagspause.
Der naturbelassene Fluss Somme war lange Zeit die Grenze zwischen Frankreich und Flandern. Seine Bucht, La Baie de la Somme, ist ein Naturschutzgebiet und Vogelreservat mit Sanddünen und gilt als eine der schönsten Flussmündungen Europas. Maler wie Delacroix, Corot, Degas, Sisley oder Seurat verewigten sie in ihren Gemälden. Für Schriftsteller wie Colette, Jules Verne oder Victor Hugo waren sie ein Ort der Inspiration.
Wir erreichen die Atlantikküste und unser Hotel in Le Touquet-Paris-Plage.
Gemeinsames Abendessen in einem schönen Restaurant.
Eine Übernachtung in Le Touquet-Paris-Plage

Samstag, 9. Mai
LE TOUQUET-PARIS-PLAGE UND DIE OPALKÜSTE
Die Villenstadt Le Touquet-Paris-Plage liegt an einer Landspitze zwischen der Mündung der Canche und dem Ärmelkanal. Das Seebad erfreute sich besonders in den 1920-er Jahren großer Beliebtheit. Mit prachtvollen Art-Deco Villen und den blau-weißen Badekabinen strahlt der mondäne Badeort Eleganz und Nostalgie aus. Spaziergang entlang der Strandpromenade.
Die Opalküste ist ein Naturschauspiel von atemberaubender Schönheit. Sie verdankt ihren Namen der Wasserfärbung, die mit einer Farbpalette von irisierendem Blau bis leuchtendem Grün silbrig funkelt. Entlang des Küstenstreifens findet man graue Felsformationen (am Cap Gris-Nez) aus der Jurazeit und weiße (am Cap Blanc-Nez) aus der Kreidezeit. Dieses ist mit seinen 130 Metern das höhere der beiden. Bei klarem Wetter hat man von hier aus den Blick bis zur Küste Englands.
Zeit für eine Mittagspause im Fischerdorf Wissant (Weißsand) in einer schönen Bucht. Der malerische Ort hat seinen ursprünglichen Charme bewahrt. Kleine typische Häuser und Gassen laden zum Bummeln ein.
Restaurants bieten frischen Fisch und Meeresfrüchte.
Weiter Richtung Lille nach Französisch-Flandern und in den kleinen Ort Cassel mit seinem flämischen Flair und schmucken Häusern in der Fußgängerzone. Etwas außerhalb auf dem Mont de Recollets liegt um ein flämisches Bauernhaus mit Teich der Garten des Dichter-Gärtners Emmanuel de Quillacq. Ein von Werken Breughels inspirierter Renaissance-Garten wechselt sich ab mit einem klassischen Garten des 19. Jahrhundert und einem zeitgenössischen.
Wir erreichen Lille und in unser Hotel.
Gemeinsames Abendessen in einem schönen Restaurant.
Vier Übernachtungen in Lille

Sonntag, 10. Mai
MUSEE MATISSE UND LE FAMILISTERE IN GUISE
Henri Matisse, der zu den bahnbrechenden Künstlern der Klassischen Moderne zählt, schenkte seiner Geburtsstadt Le Cateau Cambrésis ein vielfaches Oevre aus Bronzestatuen, Skizzen, Ölgemälden und Scherenschnitte. 1952 wurde in einer ehemaligen Schule ein Museum eröffnet, das heute diese Werke präsentiert.
Fahrt in das Städtchen Guise und Besichtigung von Le Familistère. Jean-Baptiste Godin war Fabrikant von gusseisernen Öfen und emaillierten Badewannen und ließ im 19. Jahrhundert nach den Theorien des frühsozialistischen Visionärs Charles Fourier eine Großwohnanlage für 1.600 Personen, seine Arbeiter mit Familien, bauen. Zur Anlage gehörten auch ein Schwimmbad, Geschäfte, Theater und Gartenanlagen. Besonders wichtig war Godin die gemischtgeschlechtliche Schule, deren Besuch bis zum 14. Lebensjahr verpflichtend war. Es ist dies der erste Sozialbau Frankreichs, deren Grundideen später Le Corbusier aufnahm. Heute ist die Anlage teils Museum und teils erneut Wohnbau. 
Rückfahrt nach Lille und Zeit zum Ausspannen, Gemeinsames Abendessen in einem schönen Restaurant.

Montag, 11. Mai
LOUVRE-LENS – KUNST STATT KOHLE UND FLÄMISCHER CHARME IN ARRAS UND LILLE
Ludwig XIV. ließ die flache weite Ebene von Französisch Flandern vom Festungsbaumeister Vauban mit einer Zitadelle am Stadtrand von Lille befestigen. 1915 versuchte die französische Armee am Hügel von Notre-Dame-de-Lorette einen Frontdurchbruch, was zur „Lorettoschlacht“ führte. Die eindrucksvolle Gedenkstätte, der „Ring der Erinnerung - Anneau de la mémoire“, ein Stahlring mit riesigem Umfang steht schief am Hang des Hügels. Die Namen aller 579.606 Soldaten, die zwischen 1914 und 1918 im Nord-Pas-de-Calais gefallen sind, sind hier eingraviert.
Rückfahrt nach Lille, Frankreichs nördlichste Metropole und Hauptstadt der Region Hauts de France. Die Stadt hat ein reiches geschichtliches und architektonischen Erbe.
Rundgang zur Grande Place und zur Alten Börse, dem schönsten flämischen Renaissancebau und Wahrzeichen der Stadt. Rundgang durch das Musée des Beaux-Arts, eines der bedeutendsten Kunstmuseen des Landes mit Werken von Bosch, El Greco, Rubens, Van Dyck, Goya, Monet und Picasso.

Dienstag, 12. Mai
ART DÉCO IN SEINER SCHÖNSTEN FORM  UND  FLÄMISCHER  CHARME  IN  ARRAS
Der Stil des Art Déco nahm seinen Anfang in Paris. Hier löste er in den 1920er Jahren den Jugendstil ab und erlebte eine kurze prägnante Blütezeit bis zum Zweiten Weltkrieg. Der Name leitet sich von Art Décoratifs aus dem Titel einer Ausstellung in Paris im Jahr 1925 ab. Zwei außergewöhnliche architektonische Beispiele des Art Déco stehen in Roubaix. Die Villa Cavrois wurde in den 1930er Jahren im Auftrag des Industriellen Paul Cavrois erbaut. Sie ist ein Hauptwerk von Robert Mallet-Stevens, der neben Le Corbusier und Auguste Perret zu den bedeutendsten Vertretern der Französischen Avantgardearchitektur zählt. Ihre Außenfassaden bestehen aus aufeinander gestapelten Blöcken in einem Spiel rechtwinkeliger und vertikaler Linien. Sie wirken streng und stehen im Gegensatz zu den Innenräumen mit luxuriöser Ausstattung aus kostbaren Materialien und eleganten Möbeln. Raffinierte Oberflächenbearbeitungen reflektieren das Licht und erhellen die Räume.
Zur gleichen Zeit entstand das öffentliche Schwimmbad von Roubaix. Der Architekt Albert Baert entwarf, Eleganz und Funktionalität verbindend, einen der schönsten Art-Déco-Bauten Frankreichs. Im Inneren schmücken Mosaike mit geometrischen Motiven und Glasfenster die Anlage. Die städtische Badeanstalt beherbergt heute ein Museum mit Werken des Industrie- und Textildesigns und der Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. 
Gemeinsames Mittagessen im Art-Deco Restaurant.
Am Nachmittag weiter nach Arras, die Hauptstadt des Artois, einst eine bedeutende Handels- und Garnisonsstadt und bekannt für kunstvolle Tapisserien. Sehr schön sind die beiden geschlossenen Plätze mit hohen flämischen Bürgerhäusern aus der Zeit des frühen Barocks: die Place des Héros und Grand‘ Place mit dem beeindruckenden Rathaus und seinem mächtigen Belfried.

Mittwoch, 13. Mai
LOUVRE-LENS  UND  DAS  SCHLOSS  VON  COMPIEGNE
In einem ehemaligen Bergbaugebiet wurde 2012 eine der größten Außenstellen des Louvre mit mehr als 3.000 Kunstwerken eröffnet: der Louvre-Lens. Das japanische Architekturbüro SANAA entwarf einen lichtdurchfluteten minimalistischen Glasbau, der auf einer ehemaligen Kohlengrube steht. Ein moderner Landschaftsgarten umgibt die Anlage.
Fahrt nach Compiegne und Zeit für eine Mittagspause sowie Besichtigung des Schlosses. Nach einer ersten Befestigungsanlage des Dorfes unter dem Merowingerkönig Chlodwig kamen die französischen Könige hierher zur Jagd. Später baute der Hofarchitekt Jacques-Ange Gabriel für Ludwig XV. eine Sommerresidenz, die ein wahrer Prunkbau wurde. Nach Napoleon I., der das Schloss zu einer seiner Residenzen machte, wurde es unter Napoleon III. mit den berühmten „Séries de Compiègne“ aristokratischer und intellektueller Treffpunkt zahlreicher hoher Gäste aus Frankreich und Europa.
Im Wald von Compiègne liegt La Clairière de l‘Armistice de Rethondes, die Lichtung des Waffenstillstandes. Im Jahr 1918 empfing Marschall Foch in einem Eisenbahnwaggon die Gesandten aus Deutschland. Im Juni 1940 wurde ebenso hier im Beisein Hitlers der Waffenstillstand im Rahmen der Kapitulation Frankreichs unterzeichnet.
Fahrt zum Flughafen CDG von Paris (da der Flughafen nördlich der Stadt liegt und wir vom Norden her anreisen entgehen wir dem Verkehr im Umkreis von Paris!)
Fluggäste: Rückflug mit dem Linienflug von Air France um 20.55 Uhr nach Wien.


UNSER HOTEL

AMIENS: **** MERCURE CATHEDRALE
Das Hotel liegt ideal in der Altstadt von Amiens in unmittelbarer Nähe der Kathedrale Notre-Dame, dem größten gotischen Bauwerk Frankreichs. Das Haus verfügt über ein Restaurant sowie einen Barbereich.
Alle Zimmer sind in angenehmen sanften Farben dekoriert und bequem ausgestattet mit Klimaanlage, kleinem Schreibtisch, Minibar, Kaffee- und Teezubehör, Sat-TV, kostenloses WLAN etc.
Ein wunderschöner Start in unsere Reise im Herzen von Amiens.
Fotos unter: https://all.accor.com

LE TOUQUET-PARIS-PLAGE: *** IBIS THALASSA
Das Hotel liegt direkt am Strand von Le Touquet-Paris-Plage. Von Ihrem Zimmer aus (mit kleinem Balkon) haben Sie den unmittelbaren Blick auf den Strand und das Meer. Wem das Meer zu kalt ist, der kann ein erfrischendes Bad im großen beheizten Meerwasser-Pool (Hallenbad) mit riesigem Panoramafenster auf den Strand nehmen.
Alle Zimmer sind eher einfach, aber doch gemütlich ausgestattet und haben Klimaanlage, Zimmersafe, kleinem Tisch mit Sesseln, kostenloses WLAN etc.
Durch die Lage nahe des Ortszentrums und direktem Strand- und Meeresblick ist dieses Hotel für diese nur eine Übernachtung das ideale Haus für unsere Reise!
Fotos unter: https://all.accor.com

LILLE: **** WHY HOTEL
Das Hotel liegt am Rande der Altstadt von Lille, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten oder die Grand Place sind in wenigen Gehminuten zu erreichen. Das moderne sechsstöckige Gebäude mit seinen markanten großen ovalen Fenstern birgt im Inneren harmonisches modernbes Design. Jede Etage ist unterschiedlich dekoriert. Den Gästen steht eine Terrasse mit Barservice zur Verfügung.
Alle Zimmer sind bequem ausgestattet. Alle haben Klimaanlage, Sat-TV, Schreibtisch, Minibar, Kaffee- und Teezubehör, Bügeleinrichtung etc.
Ein idealer Ausgangspunkt für Spaziergänge in der Stadt und für Ausflüge in die Umgebung.
Fotos unter: https://www.why-hotel.com


REISEINFORMATIONEN

IM REISEPREIS ENTHALTEN

- Linienflug mit Air France von Wien nach Paris CDG und zurück, Flughafengebühren und Steuern
- Transfers und Ausflüge laut Programm in bequemem Reisebus mit Klimaanlage
- 6 Übernachtungen in ausgewählten Hotels der gehobenen 3* bzw. 4* Kategorie
- Doppelzimmer mit Bad / Dusche und WC
- 5 Mittag- oder Abendessen (ohne Getränke); Frühstücksbuffet
- qualifizierte Reiseleitung und Führungen
- Eintrittsgelder (im Wert von ca. € 180,-)


REISEPREIS

Flugreise  . . . . .  € 2.420,-
Preis gilt ab Wien

ohne Anreise  . . . . .  € 2.060,-
Leistungen wie oben, jedoch ohne Flug / Bahn und Transfers

Zuschlag Doppelzimmer zur Alleinbenutzung  . . . . .  € 380,-

Stornoschutz und Reiseversicherung
- "Komplett-Schutz" der Europäischen Reiseversicherung
  bei Reisepreis bis € 2.200,- pro Person  . . . . .  € 151,-
  bei Reisepreis bis € 2.600,- pro Person  . . . . .  € 173,-
  bei Reisepreis bis € 3.000,- pro Person  . . . . .  € 200,-
- Jahres-Komplett-Schutz Einzelperson  (Stornodeckung bis € 3.500,- pro Reise)  . . . . .  € 299,-
- Jahres-Komplett-Schutz Familie / Lebenspartner 
  (Stornodeckung bis € 3.500,- pro Reise)  . . . . .  € 357,-
  (Stornodeckung bis € 5.000,- pro Reise)  . . . . .  € 452,-


TEILNEHMERZAHL

max. 16 Personen


REISELEITUNG

Mag. Christa Lube (Kunstgeschichte, Geschichte)