Detailprogramm

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20. - 29. Oktober 2022

Goethes Italienische Reise: Von Rom nach Sizilien


"Wir kamen Neapel näher; und nun fanden wir uns wirklich in einem anderen Lande ..."
Wir folgen auf dieser zweiten Reise Goethes Spuren von Rom nach Neapel und Sizilien:
"Morgen gehn wir nach Neapel ... der Neapolitaner glaubt, im Besitz des Paradieses zu sein ... die Lage der Stadt, die Milde des Klimas kann nie genug gerühmt werden ... Neapel ist überall schön und herrlich"
Goethes Postschiff nach Palermo ersetzen wir durch das Linienschiff ... "Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: hier ist erst der Schlüssel zu allem."
Wir besuchen kleinere Orte und größere Städte, teilen seine Bewunderung zu Phänomenen der Natur und den Bauwerken alter Zeiten und wundern uns ebenso über manch andere Einschätzung und Gedankengang.
Und auch die Kulinarik wollen wir bei dieser Reise nicht außer Acht lassen! "Vom Essen und Trinken
hierzuland hab ich noch nichts gesagt ... Fische, die besten, zartesten ... es ist keine Jahreszeit, wo man sich nicht überall von Eßwaren umgeben sähe ..."



REISEVERLAUF

Ich benutze die Augenblicke zwischen dem Einpacken, um noch einiges nachzuholen. Morgen gehen wir nach Neapel ...

Donerstag,  20. Oktober
FLUG  (STATT  KUTSCHE)  NACH  ROM
Fluggäste: Am Vormittag von Wien oder Ihrem Abflugort nach Rom.
Zusammentreffen aller Reiseteilnehmer.
Mit dem Bus geht die Fahrt weiter, immer den Spuren Goethes folgend ...
Wir kamen durch Albano, nachdem wir vor Genzano an dem Eingang eines Parks gehalten hatten, den Prinz Chigi ... auf eine wundersame Weise hält. ... dann steigt der Hügel aufwärts, wo dann oben das Schloss liegt. ... von der Höhe die Gebirge von Sezza, die pontinischen Sümpfe, das Meer und die Inseln erblickten ... 
Velletri liegt sehr angenehm auf einem vulkanischen Hügel ...
besahen wir das Kabinett des Cavaliere Borgia ... allerlei andere Raritäten besitzt das Museum ...
Eine Übernachtung bei Grottaferrata

Freitag,  21. Oktober
TERRACINA,  GAETA
Als es tagte fanden wir uns in den pontinischen Sümpfen ... in gerader Linie ist die Via Appia wieder hergestellt ... desto erfreulicher und erwünschter war uns die Felsenlage von Terracina ... kamen bald in die reiche Ebene von Fondi ... Mola di Gaeta begrüßte uns mit den reichsten Pomeranzenbäumen ...die Bucht vor dem Städtchen gewährt ein der schönsten Aussichten ... so sieht man auf einem Felsen die Festung Gaeta ... die Überfahrt über den Fluß Garigliano ... wir erblickten eine Wasserleitung, die sich vom Gebirg' her nach unkenntlichen, verworrenen Ruinen (Roccamonfina) zog ... In dem Tal liegt St. Agata ... erreichen wir die Plaine von Capua
Eine Übernachtung in Roccamonfina

Samstag,  22. Oktober
CASERTA  UND  NEAPEL
... bei Hackert in seiner höchst behaglichen Wohnung, die ihm in dem alten Schlosse (Regia von Caserta) gegönnt ist ... ein ungeheurer Palast ... doch erstrecken sich die Gartenanlagen bis ans Gebirge ... der Vesuv blieb uns immer zur linken Seite ... kamen wir Neapel näher; und nun befanden wir uns wirklich in einem anderen Land ... alles auf der Straße ... der Neapolitaner glaubt, im Besitz des Paradieses zu sein ... unzählige Menschen rennen durcheinander ... alla Locanda del Sgr. Moriconi al Largo del Castello (heute Piazza Municipio) ... ich verzieh es allen, die in Neapel von Sinnen kommen ... gegen die hiesige freie Lage kommt einem die Hauptstadt im Tibergrunde wie ein altes, überplaciertes Kloster vor ... Palast Francavilla ... die Grotte des Posillipo ... die Menge Menschen in der einzigen Strasse Toledo ... weder zu beschreiben noch zu erzählen ist die Herrlichkeit einer Vollmondnacht .. auf der Chiaia .. am Meeresufer (wir sind leider dreizehn Tage nach Vollmond in Neapel) ... ein Pferdekopf aus Erz im Palast Colombrano ... 
Eine Übernachtung in Neapel

Sonntag,  23. Oktober
NEAPEL  UND  SCHIFF  NACH  PALERMO
... indessen wird mir das Bild der Stadt nach und nach runder ... die Krippchen, eigentlich die Anbetung der Hirten, Engel und Könige vorstellend ... es ist keine Jahreszeit, wo man sich nicht überall von Eßwaren umgeben sähe, und der Neapolitaner .. will auch, daß die Ware zum Verkauf schön aufgeputzt sei ... fast an der Ecke jeder großen Straße sind die Backwerkfertiger mit ihren Pfannen voll siedenden Öls ... und so fuhr ich denn durch das unendliche Leben dieser unvergleichlichen Stadt .. halb betäubt hinaus ...
20 Uhr Abfahrt mit dem Schiff:
Nicht wie bei dem letzten Abgange des Paketboots wehte diesmal ... leider von der Gegenseite ein lauer Südwest ... ungeduldig verbrachten wir den Morgen bald am Ufer, bald im Kaffeehaus ... das beleuchtete lebendige Neapel glänzte von allen Farben ... die ganze Nacht ging das Schiff ruhig fort ... es war innwendig mit artigen Kämmerchen und einzelnen Lagerstätten gebaut ... die Gesellschaft anständig munter: Operisten und Tänzer, nach Palermo verschrieben ... das Meer fing an, höher zu gehen, und im Schiffe war fast alles krank (diese Zeilen nehmen wir nicht so wörtlich!)
Eine Übernachtung auf dem Schiff

Montag,  24. Oktober
PALERMO
Die Sonne tauchte klar aus dem Meer heraus ... einigen Trost gab uns die Insel Ustica ... das Meer fing an höher zu gehen und es war fast alles krank ... wir erblickten zu großer Freude die Berge von Sizilien ... eine Gesellschaft von Delphinen begleitete das Schiff von beiden Seiten ... endlich gelangten wir mit Not und Anstrengung in den Hafen ... Monte Pellegrino rechts, links das weit hingestreckte Ufer mit Buchten ... durch die wunderbare .. Pforte führte man uns in die Stadt ... unser erstes Ziel war, die Stadt näher zu betrachten ... ein von dem ganzen Inselvolke angestaunter Brunnen ... in dem öffentlichen Garten unmittelbar an der Reede brachte ich die vergnügtesten Stunden zu ... ob ich nicht unter dieser Schar die Urpflanze entdecken könnte ... 
Zwei Übernachtungen in Palermo

Dienstag,  25. Oktober
PALERMO,  BAGHERIA
... den ganzen Tag beschäftigte uns der Unsinn des Prinzen Pallagonia ... der Besitzer erlaubt seiner Lust und Leidenschaft zu mißgestaltetem, abgeschmacktem Gebilde den freisten Lauf ... hier finden wir einen Springbrunnen ohne Wasser, ein Monument, zerstreut umherliegende Vasen, Statuen, vorsätzlich auf die Nase gelegt ... im Schlosse selbst fängt das Fieber des Prinzen schon wieder zu rasen an ... das Medaillenkabinett des Prinzen Torremuzza ... gab uns Anlaß, die Hauptkirche zu besuchen ... am meisten war mir um die zwei Widder von Erz zu tun, welche den Kunstsinn höchlich erbauten ...

Mittwoch,  26. Oktober
ALCAMO,  SEGESTA,  SCIACCA,  AGRIGENT
Beizeiten ritten wir aus Palermo ... nun sind wir in Alcamo ... alle Landesflächen sind bebaut und tragen besser oder schlechter ... ihr Feldbau ist in drei Jahre geteilt ... wobei sie sagen: "Mist tut mehr Wunder als die Heiligen" ... die Lage von Alcamo ist herrlich auf der Höhe in einiger Entfernung vom Meerbusen ... der Tempel von Segesta ist nie fertig geworden ... die Säulen stehen alle ... die Restauration von 1781 hat dem Gebäude sehr wohl getan ... die Lage des Tempels ist sonderbar ... die Mühseligkeit, in den unscheinbaren Trümmern eines Theaters herumzusteigen ... Castel Vetrano ... Salemi blieb uns eine Stunde rechts ... ein einziger Gipfel, Cuniglione, ragt aus der Mitte hervor ... Sciacca ... Girgenti (Agrigent) ... gleich vor genanntem Ort betrachten wir die Bäder ... Monte allegro ... sieht man den Tempel der Konkordia ... die Trümmer des Junotempels ... bei den Ruinen des Jupitertempels ... 
Eine Übernachtung in Agrigent

Donnerstag,  27. Oktober
CALTANISETTA,  ENNA
Der Tempel des Herkules ... der Tempel des Äskulap ... zum Grabmal Therons ... ihr Weizen ist wunderschön ... der Lein ist schon reif. Der Akanth hat seine prächtigen Blätter entfaltet ... wir folgten dieser Lockung, Syrakus aufzugeben indem uns nicht unbekannt war, daß von dieser herrlichen Stadt wenig mehr als nur der Name geblieben sei ... wie Sizilien den Ehrennamen einer Kornkammer Italiens erlangen konnte ... freuten uns, in dem wohlgelegenen und wohlgebauten Caltanisetta anzukommen ... der Hohe Berg bei Camerata ... hat die Gegend viel Ähnliches mit deutschenhügeligen und fruchtbaren Gegenden ... hinter Caltanisetta senken sich die Hügel jäh herunter ... Fiume Salso ... Castro Giovanni ... in einiger Entfernung das Örtchen Caltascibetta ... das alte Enna empfing uns sehr unfreundlich ... durch lange, einsame Täler; unbebaut und unbewohnt ... Molimenti, ein neues Örtchen ... Ibla Major ... die Lavaströme des Ätna ... in der Nähe von Catania ... eine Inschrift enthielt folgendes: "Reisende, wer ihr auch seid, hütet euch in Catania vor dem Wirtshause zum goldenen Löwen ..." (wir folgen dem Rat und gehen nur daran vorbei!)
Zwei Übernachtungen in Catania

Freitag,  28. Oktober
CATANIA
... führte uns in den Palast (Palazzo Biscari), welcher auf einem hohen Sockel einstöckig gebaut ist ... wir wurden zum Prinzen geführt, der uns seine Münzsammlung vorwies ... hatte die Fürstin vernommen, daß wir Deutsche seien ... wir trennten uns ungern von ihr ... führte der Geistliche alsdann in das Benediktinerkloster (San Nicolò)... wir begaben uns in die sehr geräumige Kirche ...

Samstag,  29. Oktober
ÄTNA,  TAORMINA
... bei guter Zeit bis an den Fuß des Monte Rosso ... die alte Lava bemerken, welche dort, 1669 entsprungen, sich nach der Stadt hereinwälzte ... den Doppelgipfel des Monte Rosso links ... die Wälder von Nicolosi ... Taormina ... am Fuße des stufenartigen Halbzirkels baute man die Szene quer vor und vollendete das ungeheuerste Natur- und Kunstwerk ... wir stiegen gegen das Theater hinab ... Kalabrien an der andern Seite ...
Fluggäste:  Rückflug gegen 20 Uhr von Catania direkt nach Wien oder zu Ihrem Abflugort.



UNSER HOTEL

FRASCATI:   ****  VILLA  TUSCOLANA
Das Park Hotel Villa Tuscolana in den Albaner Bergen südlich von Rom thront oberhalb von Frascati und ist eine historische Villa mit Parkanlage aus dem 16. Jhdt. und steht an der Stelle, wo in der Antile Ciceros Villa stand. Von der Villa und vom Park (und von unseren Zimmern aus) bietet sich ein schöner Blick über Rom. Schöne Aufenthalsträume. Die Zimmer sind bequem ausgestattet und haben Minibar, Zimmersafe, Sat-TV etc.   
Fotos unter: https://www.villatuscolana.com

ROCCAMONFINA:   ****  PALACE  
"Wir erblickten eine Wasserleitung, die sich vom Gebirg' her nach unkenntlichen, verworrenen Ruinen zog". Goethe spricht von Roccamonfina, wo wir auf dem Hauptplatz im Hotel Palace wohnen. 
Das Hotel bietet ausgezeichneten Komfort in einem winzigen Ort, der an Goethes Zeiten und Durchreise erinnern lassen ...
Fotos unter: https://www.roccamonfinapalacehotel.com

NEAPEL:   ****  PALAZZO  ALABARDIERI
Das Hotel liegt im schönsten und stimmungsvollsten Stadtteil Neapels. Trotz der quirligen und puliserenden Umgebung mit exquisiten kleinen Boutiquen in den kleinen Gassen, Weinbars und Restaurants ist das Hotel durch die Lage um einen schönen Innenhof dennoch vollkommen ruhig. Alle Zimmer sind sehr komfortabel, geräumig und mit vielen (elektronischen) Annehmlichkeiten ausgestattet. Auch die Einzelzimmer sind von gleich hohem Standard und sehr geräumig. 
Fotos unter: https://www.palazzoalabardieri.it

SCHIFF  NACH  PALERMO
Ein komfortables Fährschiff der italienischen GNV Gruppe, nettes Restaurant und Unterhaltung an Bord. All unsere Kabinen entsprechen der höchsten Kategorie "Family Suite".

PALERMO:   ****  CENTRALE  PALACE
Im Herzen von Palermo in einem Palazzo aus dem 18. Jahrhundert. Elegante Atmosphäre, Salons und Aufenthaltsräume mit antiken Möbeln und mit Statuen und Marmor dekoriert. Alle Zimmer sind sehr komfortabel ausgestattet und haben Sat-TV, Zimmerbar, Zimmersafe und Klimaanlage. Reichhaltiges Frühstücksbuffet.
Fotos unter: https://www.eurostarshotels.de

AGRIGENT:   ****  COLLEVERDE  PARK
Das Hotel liegt oberhalb des Tals der Tempel mit Blick auf die Ausgrabungsstätten von Agrigent. Gepflegtes Haus mit freundlichem Personal, alle Zimmer haben Klimaanlage und sonstige Annehmlichkeiten
Fotos unter: https://www.colleverdehotel.it

CATANIA:   ****  UNA  PALACE
Das UNA Palace Hotel ging aus dem Umbau eines historischen Palazzo an der verkehrsberuhigten Via Etnea im Herzen von Catania hervor und ist die beste Adresse der Stadt. Um einen großen Innenhof gegliedert verbindet es sehr geschmackvoll modernes Design mit mediterranem Flair: helle freundliche Eingangshalle, schöne großzügige Aufenthaltsräume und ebenso elegant wie komfortabel eingerichtete Zimmer. 
Alle Zimmer haben Klimaanlage, Sat-TV, Zimmerbar. Stimmungsvolle Bar im obersten Stock des Hotels mit wunderbarem Blick über die Stadt und bis zum Ätna.  
Fotos unter: https://www.unahotels.it



REISEINFORMATIONEN

IM REISEPREIS ENTHALTEN

- Linienflug mit Austrian von Wien nach Rom und mit Wizz Air von Catania nach Wien, Flughafengebühren und Steuern
- Transfers und Ausflüge laut Programm in bequemem Reisebus mit Klimaanlage, Schifffahrt von Neapel nach Palermo
- 8 Übernachtungen in ausgewählten Hotels der 4*- bzw. 5*- Kategorie sowie 1 Übernachtung auf dem Schiff von Neapel nach Palermo
- Doppelzimmer mit Bad / Dusche und WC bzw. Doppelkabine auf dem Schiff mit Dusche / WC
- 9 Abend- oder Mittagessen (ohne Getränke) in ausgewählten Restaurants; Frühstücksbuffet
- qualifizierte Reiseleitung und Führungen
- Eintrittsgelder


REISEPREIS

Flugreise  . . . . .  € 2.590,-
Preis gilt ab Wien

ohne Anreise  . . . . .  € 2.290,-
Leistungen wie oben, jedoch ohne Flug / Bahn und Transfers

Zuschlag Doppelzimmer zur Alleinbenutzung  . . . . .  € 370,-

Stornoschutz und Reiseversicherung
- "Komplett-Schutz" der Europäischen Reiseversicherung
  bei Reisepreis bis € 2.600,- pro Person  . . . . .  € 160,-
  bei Reisepreis bis € 2.800,- pro Person  . . . . .  € 181,-
  bei Reisepreis bis € 3.500,- pro Person  . . . . .  € 200,-
- Jahres-Komplett-Schutz Einzelperson  (Stornodeckung bis € 3.500,- pro Reise)  . . . . .  € 288,-
- Jahres-Komplett-Schutz Familie / Lebenspartner (Stornodeckung bis € 3.500,- pro Reise)  . . . . .  € 336,-


TEILNEHMERZAHL

max. 17 Personen


REISELEITUNG

Wolfgang Friedl (Kunstgeschichte, Geschichte)