Detailprogramm
Der flämisch sprechende Teil Belgiens
zählt zu den bedeutendsten der europäischen Kulturlandschaften. Dank eines florierenden Tuchmachergewerbes entwickelten Städte wie Gent oder Brügge unter burgundischer Herrschaft Wohlstand und formten ein einflussreiches Bürgertum. Elegante Rathäuser, Tuchhallen und die charakteristischen flämischen Stadttürme sind Symbole ihrer Macht. Kirchen, Abteien und Beginenhöfe zeugen von einem regen religiösen Leben. Die Stadt Antwerpen verbindet ihre Vergangenheit mit dynamischer Architektur der Gegenwart. In Kirchen und Museen erwarten uns Meisterwerke der flämischen Malerei.
Eine ganz eigene Geschichte besitzt Brüssel, die Hauptstadt von Belgien und der Europäischen Union. Hier entwickelte sich um 1900 und in den Goldenen Zwanzigerjahren neben Wien und Barcelona ein weiteres europäisches Zentrum des Jugendstils und des Art Deco.
Eine gute Küche, ausgezeichnetes Bier und die berühmte Schokolade machen Belgien zu einem kulinarischen Reiseziel..
Reiseleitung: Christa Lube
REISEVERLAUF
Freitag, 28. August
MONDÄNES BRÜSSEL DER 1920er-JAHRE
Fluggäste: Mit dem Linienflug von Austrian am Vormittag von Wien nach Brüssel. Landung 11 Uhr.
Der Art Deco, der Stil der nüchternen Formen und zeitloser Eleganz löste den Jugendstil ab. Seine Ästhetik basierte auf der Verwendung hochwertiger Materialien und Techniken wie Lack- oder Emailarbeiten. Die Brüssler Kunstwerkstätten hatten den Ruf, traditionelles Handwerk und internationale Avantgarde perfekt zu verbinden. Besonders in der Architektur hat diese Bewegung Spuren hinterlassen.
Besuch der Villa Empain. Sie wurde von Michel Polak für den Baron Empain 1935 errichtet. Die Fassade aus poliertem Granit verzieren Elemente aus Schmiedeeisen, Bronze und mit Blattgold verzierte Messingbeschläge. In den hellen Innenbereichen dominieren Marmor und exotisches Tropenholz mit den typisch geometrischen Mustern. Zeit für eine gemütliche Mittagspause.
Das Haus van Buuren wurde von seinem Bauherrn, einem erfolgreichen Bankier und Kunstmäzen, entworfen und von den Architekten Léon Govaerts und Alexis van Vaerenbergh ausgeführt. Die Villa besitzt noch ihre originale Einrichtung im Art Deco Stil: seltene Möbel, Gemälde, Keramiken, Skulpturen und Buntglasfenster. Jules Buyssens und René Pechère gestalteten die einzigartigen Art-déco-Gärten.
Am Nachmittag check-in in unserem Hotel im Herzen der Stadt.
Gemeinsames Abendessen in einem schönen Restaurant.
Drei Übernachtungen in Brüssel
Samstag, 29. August
KUNSTSTADT BRÜSSEL
Spaziergang vom Grand’ Place, dem Brüssler Wahrzeichen, der mit dem alten Rathaus und den schmalen Kaufmannshäusern als außergewöhnliches Platzensemble zum Weltkulturerbe zählt, zur Kathedrale St. Michel.
Die Königlichen Museen der Schönen Künste sind eine der bedeutendsten europäischen Kunstsammlungen. In der Gemäldegalerie der Alten Meister erwarten uns altniederländische und flämische Malerei vom Feinsten. Höhepunkte der Sammlung sind Werke von Pieter Brueghel d. Ä., Rogier van der Weyden, Hieronymus Bosch, Jacob Jordaens und Antoine van Dyck.
Am Nachmittag Besuch des René-Magritte-Museums mit Werken dieses Surrealisten aus verschiedenen Werkphasen. Rätselhafte Ölgemälde, Zeichnungen, Skulpturen, bemalte Objekte und Werbeplakate spielen mit der Wahrnehmung des Betrachters. Immer wieder stellte er seine bekannten Accessoires (Melonenhüte, verhüllte Gesichter oder grüne Äpfel) dar.
Spaziergang zum Königspalast auf der Place Royale. Weiter vorbei am ehemaligen Kaufhaus »Old England« zu den königlichen Galerien Saint-Hubert. Die elegante Einkaufspassage ist eine typische Eisen-Glas-Konstruktion des Jugendstils.
Gemeinsames Abendessen in einem schönen Restaurant.
Sonntag, 30. August
FLORALE ORNAMENTIK UND GESCWUNGENE LINIEN – DER BELGISCHE JUGENDSTIL
Der neue Stil, Art Nouveau, schmückte ab den 1890er-Jahren Brüssel mit eleganten Villen, Hotels, Kaufhäusern, Brasserien und Cafés. Die enge Zusammenarbeit von Architekten, Glaskünstlern, Kunsttischlern und Goldschmieden führte zu einer neuen Formensprache, die den Bauwerken Modernität verlieh.
Fahrt in elegante Brüsseler Vorstadtviertel. Das Hôtel van Eetvelde am Square Ambiorix ist ein Meisterstück Victor Hortas, dem wohl berühmtesten Jugendstilarchitekten Belgiens. Er baute die Stadtvilla für Edmond van Eetvelde, dem damaligen Generalsekretär im Kongo. Der Entwurf Hortas war besonders kühn. Es handelt sich um eine Skelettkonstruktionen aus gusseisernen Säulen, die sowohl der Statik als auch der künstlerischen Gestaltung dienen. Für den Innenausbau wurden kostbare Materialien wie Marmor und Edelhölzer verwendet.
Rundfahrt zu weiteren eindrucksvollen Beispiele des Jungendstils (Außenbesichtigung) wie das Maison St. Cyr, dessen Fassade kunstvolle Schmiedearbeiten zieren sowie das Maison Cauchie mit einem prächtigem in Kratzputztechnik hergestelltem Sgraffiti.
Am Nachmittag Spaziergang durch den Jubelpark wurde, der 1880 zur 50-Jahresfeier der belgischen Unabhängigkeit angelegt wurde. Besuch der Jugendstilabteilung des zum Park gehörenden Museum für Kunst und Geschichte.
Victor Horta erneuerte durch den Einsatz von Lichtkuppeln und offenen Treppenhäusern den traditionellen Grundriss bürgerlicher Stadthäuser. Ein bekanntes Beispiel ist das Hôtel Solvay im Louiseviertel. Die luxuriöse Villa der Industriellenfamilie Solvay besitzt eine besonders schöne Glaskuppel. Die Innenausstattung wurde bis ins kleinste Detail durchdacht und harmonisch mit dekorativen Elementen abgestimmt.
Das erste Werk von Victor Horta war im Jahr 1893 das Hotel Tassel (Aussenbesichtiung). Es gilt als Gründungsbau des belgischen Jugendstils.
Zum Abschluß vorbei an Josef Hoffmans Palais Stoclet, das in seiner geometrischen Struktur schon das kommende Art Déco ankündigt.
Montag, 31. August
DIE STOLZE STADT GENT
Am Morgen Fahrt zum Sitz der Verwaltung der Europäischen Union am Stadtrand von Brüssel. Im Europaviertel befinden sich weitere moderne Großbauten europäischer Institutionen und das Hauptquartier der NATO.
Weiter in die alte Tuchweberstadt Gent am Zusammenfluss von Schelde und Leie, die sei jeher als besonders reich und stolz galt. Die beindruckende Wasserburg Gravensteen ist die ehemalige Residenz der Grafen von Flandern. An den Ufern der Leie (hier liegt auch unser Hotel) spiegeln sich die Fassaden der alten Gilde- und Speicherhäuser aus dem 12. bis 17. Jahrhundert. Der Belfried aus dem 14. Jahrhundert neben der alten Tuchhalle, der den Kirchturm der Kathedrale überragt, manifestiert die Macht des Bürgertums. Das Genter Rathaus ist ein schönes Beispiel flämischer Renaissancearchitektur.
Ein Höhepunkt ist die Kirche St. Bavo mit der größten Krypta Belgiens und dem berühmten Genter Altar der Brüder Hubert und Jan van Eyck. Der dreiteilige Flügelaltar „Die Anbetung des Lamm Gottes“ gilt als das Hauptwerk der flämischen Malerei.
Am Nachmittag Fahrt mit dem Boot durch die Grachten der Stadt.
Gemeinsames Abendessen in einem schönen Restaurant.
Drei Übernachtungen in Gent
Dienstag, 1. September
DIE FLÄMISCHE LAGUNENSTADT BRÜGGE
Am Morgen kurze Fahrt nach Brügge, eine der reichsten und prächtigsten Städte Europas im Mittelalter. Die Versandung des Hafens bedeutete das Ende dieser Glanzepoche und überlieferte uns so ein vollständig erhaltenes Stadtensemble. Rundgang zum spätgotischen Rathaus und zum Markt mit Tuchhalle und Belfried. Entlang blumengeschmückter Grachten und durch enge Gassen weiter zur Liebfrauenkirche mit den Grabmälern Karls des Kühnen und seiner Tochter Maria von Burgund. Hier steht auch Michelangelos Frühwerk „Muttergottes mit Kind“. Auf einer Grachtenfahrt präsentiert sich die Stadt von einer seiner schönsten Seiten, jener vom Wasser aus.
Am Nachmittag Besuch des Groeningemuseums mit bedeutenden Werken der altniederländischen Malerei (Jan van Eyck, Rogier van der Weyden u. a.). Das Sint-Jans-Spital ist eines der ältesten Krankenhäuser Europas. Das Museum in der ehemaligen Spitalskapelle zeigt Werke des früheren Stadtmalers Hans Memling.
Abschließender Spaziergang zum Fürstlichen Beginenhof mit weiß getünchten Häusern, ein schönes Beispiel für die Wohnanlagen dieser religiösen Frauengemeinschaften.
Mittwoch, 2. September
ANTWERPEN: WELTHAFEN, DIAMANTEN UND RUBENS
Fahrt nach Antwerpen, die alte Handelsstadt im Mündungsgebiet der Schelde in die Nordsee. Besuch des Alten Marktes mit reich verzierten Zunfthäusern und der Liebfrauenkirche „Onze-Lieve-Vrouwekerk“, Sie ist Belgiens größte gotische Kathedrale mit bedeutenden Altarbildern von Peter Paul Rubens.
Am Nachmittag Besuch des Rubenshauses. Zu sehen sind die Wohnräume, das Atelier und das Kunstkabinett mit der privaten Gemäldesammlung des Barockmalers. Im Museum Mayer van den Bergh hängt die „Tolle Grete“ von Pieter Bruegel d. Ä., der Mitglied der Antwerpener Lukasgilde war.
Der Hafen von Antwerpen bestimmte schon im Mittelalter die Entwicklung der Stadt. Heute zählt er zu den größten der Welt. Um die Fahrt großer Schiffe zu gewährleisten, gibt es keine Brücken, sondern Tunnel. Der moderne Überbau in Form eines Diamanten des Havenhuis, Hauptsitz der Hafengesellschaft, ist ein Entwurf von Zaha Hadid Architects. Die abwechselnd aus Stein und wellenförmigen Glas bestehende Fassade des Museums aan de Stroom erinnert an übereinander gestapelte Schiffscontainer. (Außenbesichtigungen)
Rückfahrt nach Fahrt nach Gent und in unser Hotel. Gemeinsames Abendessen in einem schönen Restaurant.
Donnerstag, 3. September
MECHELEN, LÖWEN UND DIE EUROPASTADT BRÜSSEL
Am Vormittag Fahrt nach Mechelen. Die ehemalige Hauptstadt der habsburgischen Niederlande erreichte im frühen 16. Jahrhundert unter Margarete von Österreich ihre höchste Blüte. Diese außergewöhnliche Frau hielt hier als Statthalterin Hof. Mit kluger Diplomatie vermittelte sie in wichtigen europäischen Konflikten und unterstützte ihren Neffen Karl V. erfolgreich in seiner Wahlkampagne zum Kaiser. Ihr Denkmal steht am Großen Markt mit schönen Patrizierhäusern vor dem gotischen Rathaus. Beeindruckend ist die Kathedrale St. Rombouts, die zu den Höhepunkten brabantischer Gotik zählt.
Am Nachmittag Spaziergang durch Löwen, das bis 1267 Hauptstadt des Herzogtums Brabant war. Mit der Gründung der ältesten Universität des Landes erlangte die Stadt europaweiten Ruhm. Besonders eindrucksvoll sind das historische Universitätsgebäude und die Bibliothek. Das reich verzierte hochgotische Rathaus ist einer der schönsten Profanbauten Flanderns. In der Sankt-Peterskirche stehen zwei Triptychen des Löwener Stadtmalers Dirk Bouts, der zu den Flämischen Primitiven an der Wende der Gotik zur Neuzeit zählt.
Fluggäste: Am späten Nachmittag Fahrt zum Flughafen von Brüssel und Rückflug um 20 Uhr nach Wien.
UNSERE HOTELS
BRÜSSEL: **** WARWICK
Das elegante Hotel liegt zwei Gehminuten von der Grand Place, dem Herzen Brüssels, entfernt. Es bietet den Gästen eine Dachterrasse mit Bar, ein gemütliches Restaurrant und einen Fitnessraum. Zum Frühstück wird ein recihhaltiges Buffet vorbereitet.
Alle Zimmer sind sehr komfortabel eingerichtet und haben Klimaanlage, Schreibtisch, Zimmersafe, Kaffee- und Teezubehör, kostenloses Wlan etc.
Ein idealer Ausgangsounkt für Spaziergänge in der Stadt.
Fotos unter: https://www.warwickhotels.com
GENT: **** HARMONY
Das stilvolle und familiengeführte Hotel liegt am Ufer der Leie im Zentrum von Gent und in unmittelbarer Nähe der Burg Gravensteen.
Zur Erfrischung gibt es ein (beheiztes) Außen-Swimmingpool. Den Gästen steht eine gemütliche Lounge mit Bar-Service und kleinen Mahlzeiten zur Verfügung.
Alle Zimmer sind sehr geräumig und komfortabel eingerichtet. Alle haben Klimaanlage, Schreibtisch, Bademantel, Zimmersafe, Minibar, Kaffee- und Teezubehör, kostenloses Wlan etc.
Reichhaltiges Frühstücksbuffet.
Fotos unter: https://hotel-harmony.be
REISEINFORMATIONEN
IM REISEPREIS ENTHALTEN
- Linienflug mit Austrian von Wien nach Brüssel und zurück, Flughafengebühren und Steuern
- Transfers und Ausflüge laut Programm in bequemem Reisebus mit Klimaanlage
- 6 Übernachtungen in ausgewählten Hotels der 4*- Kategorie
- Doppelzimmer mit Bad / Dusche und WC
- 5 Mittag- oder Abendessen (ohne Getränke) in ausgewählten Restaurants; Frühstücksbuffet
- qualifizierte Reiseleitung und Führungen
- Eintrittsgelder (im Wert von ca. € 180,-)
REISEPREIS
Flugreise . . . . . € 2.480,-
Preis gilt ab Wien
ohne Anreise . . . . . € 2.190,-
Leistungen wie oben, jedoch ohne Flug und Transfers
Zuschlag Doppelzimmer zur Alleinbenutzung . . . . . € 420,-
Stornoschutz und Reiseversicherung
- "Komplett-Schutz" der Europäischen Reiseversicherung
bei Reisepreis bis € 2.200,- pro Person . . . . . € 151,-
bei Reisepreis bis € 2.600,- pro Person . . . . . € 173,-
bei Reisepreis bis € 3.000,- pro Person . . . . . € 200,-
- Jahres-Komplett-Schutz Einzelperson (Stornodeckung bis € 3.500,- pro Reise) . . . . . € 299,-
- Jahres-Komplett-Schutz Familie / Lebenspartner (Stornodeckung bis € 3.500,- pro Reise) . . . . . € 357,-
TEILNEHMERZAHL
max. 16 Personen
REISELEITUNG
Mag. Christa Lube (Kunstgeschichte, Geschichte)
